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Annual Bibliography of Commonwealth Literature 2007
This paper argues that discourses of love in Ghanaian market literature for youth offer a view into complex negotiations of agency and empowerment. Drawing on Deborah Durham's notion of youth as "social `shifters'" and Francis Nyamnjoh's conception of the "interconnectedness" of agency, I take Ghanaian market literature as one specific case of how African literature for youth foregrounds questions of continuity and change as African societies enter into increasingly complex global relations. In this literature for youth, received notions of love, often constructed out of impressions from American pop and hip hop music, carry new notions of agency that compete with existing "domesticated" forms. Authors like Ike Tandoh and Evelyn Tay employ discourses of love to offer youth alternative avenues for empowerment in a context of socio-economic disenfranchizement. In a creative process of "straddling", this writing both reveals and reproduces the contradictions that obtain in youth configurations of agency.

Das hohe Ziel der Erkenntnis

O >> Omar Al Raschid Bey >> Das hohe Ziel der Erkenntnis

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* * *

Durch blindes Vergaffen ist Sinnenwelt.
Sinnenwelt schafft sich wie Liebesrausch, wie aus deinem
inne-Befinden der Traum sich schafft--sinnvoll--sinnlos. Wie ein
Weib, verlangend angeschaut, zu sinnberueckendem Reiz wird, so wird
Seele, verlangend angeschaut, zu berueckender Sinneswelt--: unsere
Welt! wirklich zwar, doch nicht wahrhaft. Und wie es aus Traum und
Rausch ein Erwachen gibt, so gibt es ein Erwachen aus verlangenden
Sinnen.
Was du in dir Traum und was du ausser dir Wirklichkeit nennst, ist
wesenseines--: zu sinnlichen Bildern geworden er Gedanke.

Wie die Schlange, die dich im Traume schreckt, nicht wahrhaft
lebt; wie das Schwert, das dich im Traume trifft, nicht von Eisen ist;
die Geliebte, die dich beglueckt, nicht Fleisch und Blut--
--wie Lust und Qual, wie Schlange und Weib im Traum--
--so alle Dinge dieser Welt--wirken und sind nicht.
Und wie unter deiner Schaedeldecke Schwert und Weib Raum hat und
alle Gebilde dieser Welt, dazu alles Geschehen und Werden--
--so ist die ganze Welt in dir und ist nicht; wirklich zwar, doch
nicht wahrhaft--
und wie die im Traume wahrgenommenen Gesichte alsbald zu nichts
verflattern, so schwindet im Leben alles dahin, was du fuer wahrhaft
geworden hieltest; von allen Welten bleibt Erinnerung, und Erinnerung
verweht--
und wie es im Traume ein leises Besinnen gibt, so daemmert dir wohl
in lichten Augenblicken die Erkenntnis: ich traeume diese Welt--
und wie du, aus dem Traume voll erwachend, Lust und Grauen
abgeschuettelt hast, so erwachst du aus den Freudenqualen unseeliger
Erscheinung und schaust wahrhaft--ueberwunden ist alles Verlangen,
geschlossen der Ursprung--nicht mehr ist diese Welt.

*

Befangen haelt uns alle ein tiefer Traum--ein allfesselnder, ein
allumstrickender Wahn, ein unermessliches Blendwerk--Maya--unsere
Welt.

Wie, wenn ein Pilgerzug, in wasserloser Strecke vom Wege abgeirrt,
dem Tode ins Antlitz schaut und es ersteht den Duerstenden das
Wuestentrugbild: Zelte und Palaeste unter wehenden Palmen spiegeln sich
in weiten Wasserflaechen--was verzweifelnd zu Boden lag, rafft
sich freudig auf und strebt entschlossen dem verheissenden Ziele zu und
lobpreist bewegten Herzens--vergessen ist alle Qual!--die
rettenden Goetter.
Du aber, mit dem Auge des Wissenden schauend, stehst unbewegt--
und die an dir voruebereilen, nach vermeintlichem Gluecke jagend, weisen
hoehnend auf dich zurueck: da steht er, der uns lehren wollte, wohl in
weisen Gedanken versunken! Ihm vor Augen ist Leben und Lust--und der
Narr gruebelt, statt zuzugreifen.
Durchschaut ist die blendende Erscheinung, als Wahn-sinn erkannt
--diese wahr-genommene Welt ist vergaenglicher Schein.

*

Die Welt ist Erscheinung im Ich--Ich ist Erscheinung in der Welt
--wesenlose Erscheinung--Erscheinung des Wesens dieser Welt;--
Gottheit in der Erscheinung zum Ich gesunken, im Ich zeitlich an Ort
gebannt, im Ich leidende Gottheit--unseelig--selbstvergessen.

*

Samsara ist durch Widersinn, keine Wahrheit in Samsara.
Aus traumlosem Schlafe erwachst du traeumend--traeumend glaubst du
an die ertraeumte Welt und an dich selbst. Du jagst nach Traeumen und
was du erreichst, ist Traum. Erfass es wohl: nichts mehr. Vom Traum zu
Traum enttaeuscht, schaffst du in dir den rettenden Gedanken: diese
Welt ist nicht Wahrheit, diese Welt ist eigengeschaffenes Trugbild.
Was du draussen suchst ist in dir selbst: nach aussen langend erlangst
du raeumlich, was du zeitlich aus dir hinausverlegst; die ganze Welt
erlangend, erlangst du dich selbst.
Im Feuer der Erkenntnis entzuendet sich in dir die Kraft von
solchem Trug zu lassen. Du gehst in dich, du entsagst dem Schein, du
kehrst dich dieser Welt ab, du bekehrst dich zu Gottheit--Gottheit
in dir entringt sich der Erscheinung.
Und wie du aus ureigener Kraft die vergaengliche Welt schufst, so
schaffst du in dir ewige Gottheit--aller Gottesverehrung, aller
Voelker, aller Zeiten, aller Welten ewiges Ziel--der gewaltige
Unterstrom, das Ungestillte in hoechster Lust, das Troestende in
tiefstem Leid--: Religion.

*

Nur Eines ist: Gottheit--alles Andere ist Luege.
Erwache! Blinder Glaube in dir haelt dich in den Fesseln toerichter
Hoffnung, in ewig erneuter Enttaeuschung; deine Sinne halten dich in
Leiden und Tod. Erwache aus dem Banne nimmer gestillten Verlangens,
erwache aus friedloser Tat, erwache aus Geburt und Tod. Tod ist fuer
Tote.
Im Kerker und an den Karren geschmiedet schwinge ich mich aus
Ketten und Mauern hinaus--aus Qualen und Herrlichkeiten dieser Welt
--in zeitlosem Augenblicke durcheile ich, des Leibes ledig, alle
Raeume und alle Zeiten, schaue alle Welten und alles Geschen... was von
mir, im Kerker oder im Purpur, verachtet oder angebetet, im Reiche des
Todes zurueckbleibt--bin ich nicht.
Davon ist gesagt: "und dieser Leib mag endigen in Asche."
UEberwunden ist der unseelige Irrtum, gestillt das Verlangen,
gefunden der heilige Weg aus Erdenlust und Erdenqual, aus Grauen zu
Seeligkeit, aus Tod zu Unsterblichkeit.
Nur Eines ist: Gottheit--alles andere ist nichtig.
Erkenne dich selbst, besinne dich auf deine Seele.
Erfasse das grosse Wort, das groesste, das je eines Menschen Seele
erfasste--erbebe in der Erkenntnis:
--ich bin Gottheit--
Davon ist gesagt: "brahma bist du und in brahma gehst du auf."
Was in dieser Welt zeitraeumlich auf einander wirkend, als endloses
Werden erscheint, ist deiner traeumenden Lust freudiger Widerschein,--
von Zeugung zu UEberzeugung--deiner Seele blind tastendes Verlangen
--und was in dir lebt, lebt in allen Welten. Und wie dein
Verlangen ist, solche Welt wird dir, in solcher Welt entstehst du,
solche Welt entsteht in dir.

*

Welten ergluehen--Welten erkalten. Wie Pradschapati von eigener
Schoepfung erschoepft ist, so erschoepft sich alle Erscheinung--nicht
zu Vernichtung,--zu Erneuung. Alle Welten fallen in sich zusammen,
voll-enden in Nichts--ein Nichts, das Alles ist.

*

Alle Erscheinung sucht Frieden.
Ebbe folgt auf Flut, Flut folgt auf Ebbe; Flut hier ist Ebbe dort,
Flut dort ist Ebbe hier; Flut und Ebbe zu gleicher Zeit, Flut und Ebbe
am selben Ort.
Die Welten atmen von Nirvana zu Samsara--durch unermessliche
Freudenqualen von Samsara zu Nirvana--von Wesen zu Dasein in allen
Ewigkeiten und Unendlichkeiten.--
Tagen die Sinne, so nachtet die Seele; wacht die Seele, so ruhen
die Sinne. An Staetten ohne Zahl--in endlosen Raeumen--zahllose
Stufen ewiger Entfaltung von Seele zu Sinnen, von Sinnen zu Seele.
Hier deiner Gegenwart leuchtender Sinnentag, brennende Mittagsglut
--dort, deinen Sinnen entrueckt, in dunkel geahnten Gedankenfernen:
Frieden, Seelenreich, Gottheit--
Einst, in ungezaehlten Tagen, leises Entschlummern der Erscheinung,
Aufdaemmern der Seele auch hier; Seeligkeit, Erwachen der Gottheit auch
in dir--und in Weltenfernen versunken alle Sinnesherrlichkeit.--
Bin ich, so ist Welt; gebe ich die Welt auf, so ist Gottheit; ist
Gottheit, so bin ich nicht und keine Welt. Darum keine Gottheit da ich
bin, keine Gottheit da Welt ist--und kein Ich, keine Welt in der
Gottheit--Gottheit Welt.
Weltenzeugung--in sich gebundene Gottheit--Sinnenherrschaft--
Samsara--Entsagung--Bekehrung--UEberwindung--Erloesung--
Verklaerung der Welt in Gottheit--der Seele Seeligkeit--Nirvana.
Also entstehend vergehend sind diese ringenden Welten--sind
nicht--das schweigend sprechende All-Eine:
-- brahma --

*

So, o Teurer, muehen wir uns, wir in der Geburt Erblindeten,
vergaengliche Erscheinung zu durchschauen und der Welt, der ewigen, zu
nahen. Moege uns ein Lehrer beschieden sein, moege uns ein Fuehrer
erstehen--ein Seher--ein Gott.
Frieden sei mit dir, o Teurer!
Ich habe zu dir vom Endziel des Wissens gesprochen--gesagt, so
viel zu sagen deinem Verstaendnis angemessen war--zu irdischem Heil
und zu der Welt Erloesung--stammelnde Worte suchender Seele. Die
ersten Huegel im Tiefland sind erstiegen, es lichten sich die Nebel--:
vor dir in schier unabsehbaren Fernen leuchten die Hoehen von
Himavat. OEffne dein Auge goettlichem Lichte--du schaust wahrhaft
--und zuschanden geworden ist alle irdische Weisheit--zerstoben die
allblendende Erscheinung--erloschen der Weltenschein--ein Traum--
was in dir erwacht ist, ist groesser als alle Welten--erreicht das
Hoheziel der Erkenntnis, erreicht Vollendung--Vollendung in
Gottheit.

*

So lautet in aranada-upanishad der
adhyaya: Erwachen; wortlos das Letzte:
Nirvana.

*

So lautet die Upanishad vom Erwachen der Menschheit aus der
Erscheinung--Huete das Erbe





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