A / B / C / D / E /  F / G / H / I / J /  K / L / M / N / O /  P / R / S / T / UV / W / Z

Annual Bibliography of Commonwealth Literature 2007
This paper argues that discourses of love in Ghanaian market literature for youth offer a view into complex negotiations of agency and empowerment. Drawing on Deborah Durham's notion of youth as "social `shifters'" and Francis Nyamnjoh's conception of the "interconnectedness" of agency, I take Ghanaian market literature as one specific case of how African literature for youth foregrounds questions of continuity and change as African societies enter into increasingly complex global relations. In this literature for youth, received notions of love, often constructed out of impressions from American pop and hip hop music, carry new notions of agency that compete with existing "domesticated" forms. Authors like Ike Tandoh and Evelyn Tay employ discourses of love to offer youth alternative avenues for empowerment in a context of socio-economic disenfranchizement. In a creative process of "straddling", this writing both reveals and reproduces the contradictions that obtain in youth configurations of agency.

Die Leute von Seldwyla, Vol. 1

G >> Gottfried Keller >> Die Leute von Seldwyla, Vol. 1

Pages:
1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21



"Ganz so meine ich auch und habe dem Steckleinspringer eine aehnliche
Antwort gegeben!"

Sie schwiegen eine Weile, dann fing Manz wiederum an: "Schade ist es
aber doch, dass der gute Boden so daliegen muss, es ist nicht zum
Ansehen, das geht nun schon in die zwanzig Jahre so, und keine Seele
fragt danach; denn hier im Dorf ist niemand, der irgendeinen Anspruch
auf den Acker hat, und niemand weiss auch, wo die Kinder des
verdorbenen Trompeters hingekommen sind!"

"Hm!" sagte Marti, "das waere so eine Sache! Wenn ich den schwarzen
Geiger ansehe, der sich bald bei den Heimatlosen aufhaelt, bald in den
Doerfern zum Tanz aufspielt, so moechte ich darauf schwoeren, dass er
ein Enkel des Trompeters ist, der freilich nicht weiss, dass er noch
einen Acker hat. Was taete er aber damit? Einen Monat lang sich
besaufen und dann nach wie vor! Zudem, wer duerfte da einen Wink
geben, da man es doch nicht sicher wissen kann!"

"Da koennte man eine schoene Geschichte anrichten!" antwortete Manz,
"wir haben so genug zu tun, diesem Geiger das Heimatsrecht in unserer
Gemeinde abzustreiten, da man uns den Fetzel fortwaehrend aufhalsen
will. Haben sich seine Eltern einmal unter die Heimatlosen begeben, so
mag er auch dableiben und dem Kesselvolk das Geigelein streichen. Wie
in aller Welt koennen wir wissen, dass er des Trompeters Sohnessohn
ist? Was mich betrifft, wenn ich den Alten auch in dem dunklen Gesicht
vollkommen zu erkennen glaube, so sage ich: Irren ist menschlich, und
das geringste Fetzchen Papier, ein Stuecklein von einem Taufschein
wuerde meinem Gewissen besser tun als zehn suendhafte
Menschengesichter!"

"Eia, sicherlich!" sagte Marti, "er sagt zwar, er sei nicht schuld,
dass man ihn nicht getauft habe! Aber sollen wir unseren Taufstein
tragbar machen und in den Waeldern herumtragen? Nein, er steht fest in
der Kirche, und dafuer ist die Totenbahre tragbar, die draussen an der
Mauer haengt. Wir sind schon uebervoelkert im Dorf und brauchen bald
zwei Schulmeister!"

Hiermit war die Mahlzeit und das Zwiegespraech der Bauern geendet, und
sie erhoben sich, den Rest ihrer heutigen Vormittagsarbeit zu
vollbringen. Die beiden Kinder hingegen, welche schon den Plan
entworfen hatten, mit den Vaetern nach Hause zu ziehen, zogen ihr
Fuhrwerk unter den Schutz der jungen Linden und begaben sich dann auf
einen Streifzug in dem wilden Acker, da derselbe mit seinen
Unkraeutern, Stauden und Steinhaufen eine ungewohnte und merkwuerdige
Wildnis darstellte. Nachdem sie in der Mitte dieser gruenen Wildnis
einige Zeit hingewandert, Hand in Hand, und sich daran belustigt, die
verschlungenen Haende ueber die hohen Distelstauden zu schwingen,
liessen sie sich endlich im Schatten einer solchen nieder, und das
Maedchen begann, seine Puppe mit den langen Blaettern des Wegekrautes
zu bekleiden, so dass sie einen schoenen gruenen und ausgezackten Rock
bekam; eine einsame rote Mohnblume, die da noch bluehte, wurde ihr als
Haube ueber den Kopf gezogen und mit einem Grase festgebunden, und nun
sah die kleine Person aus wie eine Zauberfrau, besonders nachdem sie
noch ein Halsband und einen Guertel von kleinen roten Beerchen
erhalten. Dann wurde sie hoch in die Stengel der Distel gesetzt und
eine Weile mit vereinten Blicken angeschaut, bis der Knabe sie
genugsam besehen und mit einem Steine herunterwarf. Dadurch geriet
aber ihr Putz in Unordnung, und das Maedchen entkleidete sie
schleunigst, um sie aufs neue zu schmuecken; doch als die Puppe eben
wieder nackt und bloss war und nur noch der roten Haube sich erfreute,
entriss der wilde Junge seiner Gefaehrtin das Spielzeug und warf es
hoch in die Luft. Das Maedchen sprang klagend danach, allein der Knabe
fing die Puppe zuerst wieder auf, warf sie aufs neue empor, und indem
das Maedchen sie vergeblich zu haschen bemuehte, neckte er es auf
diese Weise eine gute Zeit. Unter seinen Haenden aber nahm die
fliegende Puppe Schaden, und zwar am Knie ihres einzigen Beines, allwo
ein kleines Loch einige Kleiekoerner durchsickern liess. Kaum bemerkte
der Peiniger dies Loch, so verhielt er sich maeuschenstill und war mit
offenem Munde eifrig beflissen, das Loch mit seinen Naegeln zu
vergroessern und dem Ursprung der Kleie nachzuspueren. Seine Stille
erschien dem armen Maedchen hoechst verdaechtig, und es draengte sich
herzu und musste mit Schrecken sein boeses Beginnen gewahren. "Sieh
mal!" rief er und schlenkerte ihr das Bein vor der Nase herum, dass
ihr die Kleie ins Gesicht flog, und wie sie danach langen wollte und
schrie und flehte, sprang er wieder fort und ruhte nicht eher, bis das
ganze Bein duerr und leer herabhing als eine traurige Huelse. Dann
warf er das misshandelte Spielzeug hin und stellte sich hoechst frech
und gleichgueltig, als die Kleine sich weinend auf die Puppe warf und
dieselbe in ihre Schuerze huellte. Sie nahm sie aber wieder hervor und
betrachtete wehselig die Aermste, und als sie das Bein sah, fing sie
abermals an laut zu weinen, denn dasselbe hing an dem Rumpfe nicht
anders, denn das Schwaenzchen an einem Molche. Als sie gar so
unbaendig weinte, ward es dem Missetaeter endlich etwas uebel zumut,
und er stand in Angst und Reue vor der Klagenden, und als sie dies
merkte, hoerte sie ploetzlich auf und schlug ihn einigemal mit der
Puppe, und er tat, als ob es ihm weh taete, und schrie au! so
natuerlich, dass sie zufrieden war und nun mit ihm gemeinschaftlich
die Zerstoerung und Zerlegung fortsetzte. Sie bohrten Loch auf Loch in
den Marterleib und liessen aller Enden die Kleie entstroemen, welche
sie sorgfaeltig auf einem flachen Steine zu einem Haeufchen sammelten,
umruehrten und aufmerksam betrachteten. Das einzige Feste, was noch an
der Puppe bestand, war der Kopf und musste jetzt vorzueglich die
Aufmerksamkeit der Kinder erregen; sie trennten ihn sorgfaeltig los
von dem ausgequetschten Leichnam und guckten erstaunt in sein hohles
Innere. Als sie die bedenkliche Hoehlung sahen und auch die Kleie
sahen, war es der naechste und natuerlichste Gedankensprung, den Kopf
mit der Kleie auszufuellen, und so waren die Fingerchen der Kinder nun
beschaeftigt, um die Wette Kleie in den Kopf zu tun, so dass zum
erstenmal in seinem Leben etwas in ihm steckte. Der Knabe mochte es
aber immer noch fuer ein totes Wissen halten, weil er ploetzlich eine
grosse blaue Fliege fing und, die Summende zwischen beiden hohlen
Haenden haltend, dem Maedchen gebot, den Kopf von der Kleie zu
entleeren. Hierauf wurde die Fliege hineingesperrt und das Loch mit
Gras verstopft. Die Kinder hielten den Kopf an die Ohren und setzten
ihn dann feierlich auf einen Stein; da er noch mit der roten Mohnblume
bedeckt war, so glich der Toenende jetzt einem weissagenden Haupte,
und die Kinder lauschten in tiefer Stille seinen Kunden und Maerchen,
indessen sie sich umschlungen hielten. Aber jeder Prophet erweckt
Schrecken und Undank; das wenige Leben in dem duerftig geformten Bilde
erregte die menschliche Grausamkeit in den Kindern, und es wurde
beschlossen, das Haupt zu begraben. So machten sie ein Grab und legten
den Kopf, ohne die gefangene Fliege um ihre Meinung zu befragen,
hinein und errichteten ueber dem Grabe ein ansehnliches Denkmal von
Feldsteinen. Dann empfanden sie einiges Grauen, da sie etwas Geformtes
und Belebtes begraben hatten und entfernten sich ein gutes Stueck von
der unheimlichen Staette. Auf einem ganz mit gruenen Kraeutern
bedeckten Plaetzchen legte sich das Dirnchen auf den Ruecken, da es
muede war, und begann in eintoeniger Weise einige Worte zu singen,
immer die naemlichen, und der Junge kauerte daneben und half, indem er
nicht wusste, ob er auch vollends umfallen solle, so laessig und
muessig war er. Die Sonne schien dem singenden Maedchen in den
geoeffneten Mund, beleuchtete dessen blendend weisse Zaehnchen und
durchschimmerte die runden Purpurlippen. Der Knabe sah die Zaehne, und
dem Maedchen den Kopf haltend und dessen Zaehnchen neugierig
untersuchend, rief er: "Rate, wieviel Zaehne hat man?" Das Maedchen
besann sich einen Augenblick, als ob es reiflich nachzaehlte, und
sagte dann aufs Geratewohl: "Hundert!" "Nein, zweiunddreissig!" rief
er, "wart', ich will einmal zaehlen!" Da zaehlte er die Zaehne des
Kindes, und weil er nicht zweiunddreissig herausbrachte, so fing er
immer wieder von neuem an. Das Maedchen hielt lange still, als aber
der eifrige Zaehler nicht zu Ende kam, raffte es sich auf und rief:
"Nun will ich deine zaehlen!" Nun legte sich der Bursche hin ins
Kraut, das Maedchen ueber ihn, umschlang seinen Kopf, er sperrte das
Maul auf, und es zaehlte: "Eins, zwei, sieben, fuenf, zwei, eins;"
denn die kleine Schoene konnte noch nicht zaehlen. Der Junge
verbesserte sie und gab ihr Anweisung, wie sie zaehlen solle, und so
fing auch sie unzaehligemal von neuem an, und das Spiel schien ihnen
am besten zu gefallen von allem, was sie heut unternommen. Endlich
aber sank das Maedchen ganz auf den kleinen Rechenmeister nieder, und
die Kinder schliefen ein in der hellen Mittagssonne.

Inzwischen hatten die Vaeter ihre Aecker fertig gepfluegt und in
frischduftende braune Flaeche umgewandelt. Als nun, mit der letzten
Furche zu Ende gekommen, der Knecht des einen halten wollte, rief sein
Meister: "Was haeltst du? Kehr' noch einmal um!" "Wir sind ja fertig!"
sagte der Knecht. "Halt's Maul, und tu, wie ich dir sage!" der
Meister. Und sie kehrten um und rissen eine tuechtige Furche in den
mittleren herrenlosen Acker hinein, dass Kraut und Steine flogen. Der
Bauer hielt sich aber nicht mit der Beseitigung derselben auf, er
mochte denken, hierzu sei noch Zeit genug vorhanden, und er begnuegte
sich, fuer heute die Sache nur aus dem Groebsten zu tun. So ging es
rasch die Hoehe empor in sanftem Bogen, und als man oben angelangt und
das liebliche Windeswehen eben wieder den Kappenzipfel des Mannes
zurueckwarf, pfluegte auf der anderen Seite der Nachbar vorueber, mit
dem Zipfel nach vorn, und schnitt ebenfalls eine ansehnliche Furche
vom mittleren Acker, dass die Schollen nur so zur Seite flogen. Jeder
sah wohl, was der andere tat, aber keiner schien es zu sehen, und sie
entschwanden sich wieder, indem jedes Sternbild still am andern
vorueberging und hinter diese runde Welt hinabtauchte. So gehen die
Weberschiffchen des Geschickes aneinander vorbei, und "was er webt,
das weiss kein Weber!"

Es kam eine Ernte um die andere, und jede sah die Kinder groesser und
schoener und den herrenlosen Acker schmaeler zwischen seinen
breitgewordenen Nachbarn. Mit jedem Pfluegen verlor er hueben und
drueben eine Furche, ohne dass ein Wort darueber gesprochen worden
waere und ohne dass ein Menschenauge den Frevel zu sehen schien. Die
Steine wurden immer mehr zusammengedraengt und bildeten schon einen
ordentlichen Grat auf der ganzen Laenge des Ackers, und das wilde
Gestraeuch darauf war schon so hoch, dass die Kinder, obgleich sie
gewachsen waren, sich nicht mehr sehen konnten, wenn eines dies- und
das andere jenseits ging. Denn sie gingen nun nicht mehr
gemeinschaftlich auf das Feld, da der zehnjaehrige Salomon oder Sali,
wie er genannt wurde, sich schon wacker auf Seite der groesseren
Burschen und der Maenner hielt; und das braune Vrenchen, obgleich es
ein feuriges Dirnchen war, musste bereits unter der Obhut seines
Geschlechts gehen, sonst waere es von den andern als ein Bubenmaedchen
ausgelacht worden. Dennoch nahmen sie waehrend jeder Ernte, wenn alles
auf den Aeckern war, einmal Gelegenheit, den wilden Steinkamm, der sie
trennte, zu besteigen und sich gegenseitig von demselben
herunterzustossen.

Wenn sie auch sonst keinen Verkehr mehr miteinander hatten, so schien
diese jaehrliche Zeremonie um so sorglicher gewahrt zu werden, als
sonst nirgends die Felder ihrer Vaeter zusammenstiessen.

Indessen sollte der Acker doch endlich verkauft und der Erloes
einstweilen amtlich aufgehoben werden. Die Versteigerung fand an Ort
und Stelle statt, wo sich aber nur einige Gaffer einfanden ausser den
Bauern Manz und Marti, da niemand Lust hatte, das seltsame Stueckchen
zu erstehen und zwischen den zwei Nachbarn zu bebauen. Denn obgleich
diese zu den besten Bauern des Dorfes gehoerten und nichts weiter
getan hatten, als was zwei Drittel der uebrigen unter diesen
Umstaenden auch getan haben wuerden, so sah man sie doch jetzt
stillschweigend darum an, und niemand wollte zwischen ihnen
eingeklemmt sein mit dem geschmaelerten Waisenfelde. Die meisten
Menschen sind faehig oder bereit, ein in den Lueften umgehendes
Unrecht zu verueben, wenn sie mit der Nase daraufstossen; sowie es
aber von einem begangen ist, sind die uebrigen froh, dass sie es doch
nicht gewesen sind, dass die Versuchung nicht sie betroffen hat, und
sie machen nun den Auserwaehlten zu dem Schlechtigkeitsmesser ihrer
Eigenschaften und behandeln ihn mit zarter Scheu als einen Ableiter
des Uebels, der von den Goettern gezeichnet ist, waehrend ihnen
zugleich noch der Mund waessert nach den Vorteilen, die er dabei
genossen. Manz und Marti waren also die einzigen, welche ernstlich auf
den Acker boten; nach einem ziemlich hartnaeckigen Ueberbieten erstand
ihn Manz, und er wurde ihm zugeschlagen. Die Beamten und die Gaffer
verloren sich vom Felde; die beiden Bauern, welche sich auf ihren
Aeckern noch zu schaffen gemacht, trafen beim Weggehen wieder
zusammen, und Marti sagte: "Du wirst nun dein Land, das alte und das
neue, wohl zusammenschlagen und in zwei gleiche Stuecke teilen? Ich
haette es wenigstens so gemacht, wenn ich das Ding bekommen haette."
"Ich werde es allerdings auch tun," antwortete Manz, "denn als ein
Acker wuerde mir das Stueck zu gross sein. Doch was ich sagen wollte:
Ich habe bemerkt, dass du neulich noch am unteren Ende dieses Ackers,
der jetzt mir gehoert, schraeg hineingefahren bist und ein gutes
Dreieck abgeschnitten hast. Du hast es vielleicht getan in der
Meinung, du werdest das ganze Stueck an dich bringen, und es sei dann
sowieso dein. Da es nun aber mir gehoert, so, wirst du wohl einsehen,
dass ich eine solche ungehoerige Einkruemmung nicht brauchen noch
dulden kann, und wirst nichts dagegen haben, wenn ich den Strich
wieder grad mache! Streit wird das nicht abgeben sollen!"

Marti erwiderte ebenso kaltbluetig, als ihn Manz angeredet hatte: "Ich
sehe auch nicht, wo der Streit herkommen soll! Ich denke, du hast den
Acker gekauft, wie er da ist, wir haben ihn alle gemeinschaftlich
besehen, und er hat sich seit einer Stunde nicht um ein Haar
veraendert!"

"Larifari!" sagte Manz, "was frueher geschehen, wollen wir nicht
aufruehren! Was aber zu viel ist, ist zu viel, und alles muss zuletzt
eine ordentliche grade Art haben; diese drei Aecker sind von jeher so
gerade nebeneinander gelegen, wie nach dem Richtscheit gezeichnet; es
ist ein ganz absonderlicher Spass von dir, wenn du nun einen solchen
laecherlichen und unvernuenftigen Schnoerkel dazwischen bringen
willst, und wir beide wuerden einen Uebernamen bekommen, wenn wir den
krummen Zipfel da bestehen liessen. Er muss durchaus weg!"

Marti lachte und sagte: "Du hast ja auf einmal eine merkwuerdige
Furcht vor dem Gespoette der Leute! Das laesst sich aber ja wohl
machen; mich geniert das Krumme gar nicht; aergert es dich, gut,
machen wir es grad, aber nicht auf meiner Seite, das geb' ich dir
schriftlich, wenn du willst!"

"Rede doch nicht so spasshaft," sagte Manz, "es wird wohl grad
gemacht, und zwar auf deiner Seite, darauf kannte du Gift nehmen!"

"Das werden wir ja sehen und erleben!" sagte Marti, und beide Maenner
gingen auseinander, ohne sich weiter anzublicken; vielmehr starrten
sie nach verschiedener Richtung ins Blaue hinaus, als ob sie da wunder
was fuer Merkwuerdigkeiten im Auge haetten, die sie betrachten
muessten mit Aufbietung aller ihrer Geisteskraefte.

Schon am naechsten Tage schickte Manz einen Dienstboten, ein
Tageloehnermaedchen und sein eigenes Soehnchen Sali auf den Acker
hinaus, um das wilde Unkraut und Gestruepp auszureuten und auf Haufen
zu bringen, damit nachher die Steine um so bequemer weggefahren werden
konnten. Dies war eine Aenderung in seinem Wesen, dass er den kaum
elfjaehrigen Jungen, der noch zu keiner Arbeit angehalten worden, nun
mit hinaussandte, gegen die Einsprache der Mutter. Es schien, da er es
mit ernsthaften und gesalbten Worten tat, als ob er mit dieser
Arbeitsstrenge gegen sein eigenes Blut das Unrecht betaeuben wollte,
in dem er lebte, und welches nun begann, seine Folgen ruhig zu
entfalten. Das ausgesandte Voelklein jaetete inzwischen lustig an dem
Unkraut und hackte mit Vergnuegen an den wunderlichen Stauden und
Pflanzen aller Art, die da seit Jahren wucherten. Denn da es eine
ausserordentliche gleichsam wilde Arbeit war, bei der keine Regel und
keine Sorgfalt erheischt wurde, so galt sie als eine Lust. Das wilde
Zeug, an der Sonne gedoerrt, wurde aufgehaeuft und mit grossem Jubel
verbrannt, dass der Qualm weithin sich verbreitete, und die jungen
Leutchen dann herumsprangen wie besessen. Dies war das letzte
Freudenfest auf dem Ungluecksfelde, und das junge Vrenchen, Martis
Tochter, kam auch hinausgeschlichen und half tapfer mit. Das
Ungewoehnliche dieser Begebenheit und die lustige Aufregung gaben
einen guten Anlass, sich seinem kleinen Jugendgespielen wieder einmal
zu naehern, und die Kinder waren recht gluecklich und munter bei ihrem
Feuer. Es kamen noch andere Kinder hinzu, und es sammelte sich eine
ganz vergnuegte Gesellschaft; doch immer, sobald sie getrennt wurden,
suchte Sali alsobald wieder neben Vrenchen zu gelangen, und dieses
wusste desgleichen immer vergnuegt laechelnd zu ihm zu schluepfen, und
es war beiden Kreaturen, wie wenn dieser herrliche Tag nie enden
muesste und koennte. Doch der alte Manz kam gegen Abend herbei, um zu
sehen, was sie ausgerichtet, und obgleich sie fertig waren, so schalt
er doch ob dieser Lustbarkeit und scheuchte die Gesellschaft
auseinander. Zugleich zeigte sich Marti auf seinem Grund und Boden
und, seine Tochter gewahrend, pfiff er derselben schrill und
gebieterisch durch den Finger, dass sie erschrocken hineilte, und er
gab ihr, ohne zu wissen warum, einige Ohrfeigen, also dass beide
Kinder in grosser Traurigkeit und weinend nach Hause gingen, und sie
wussten jetzt eigentlich so wenig, warum sie so traurig waren, als
warum sie vorhin so vergnuegt gewesen; denn die Rauheit der Vaeter, an
sich ziemlich neu, war von den arglosen Geschoepfen noch nicht
begriffen und konnte sie nicht tiefer bewegen. Die naechsten Tage war
es schon eine haertere Arbeit, zu welcher Mannsleute gehoerten, als
Manz die Steine aufnehmen und wegfahren liess. Es wollte kein Ende
nehmen, und alle Steine der Welt schienen da beisammen zu sein. Er
liess sie aber nicht ganz vom Felde wegbringen, sondern jede Fuhre auf
jenem streitigen Dreiecke abwerfen, welches von Marti schon
saeuberlich umgepfluegt war. Er hatte vorher einen geraden Strich
gezogen als Grenzscheide und belastete nun dies Fleckchen Erde mit
allen Steinen, welche beide Maenner seit unvordenklichen Zeiten
heruebergeworfen, so dass eine gewaltige Pyramide entstand, die
wegzubringen sein Gegner bleibenlassen wuerde, dachte er. Marti hatte
dies am wenigsten erwartet; er glaubte, der andere werde nach alter
Weise mit dem Pfluge zu Werke gehen wollen, und hatte daher
abgewartet, bis er ihn als Pflueger ausziehen saehe. Erst als die
Sache schon beinahe fertig, hoerte er von dem schoenen Denkmal,
welches Manz da errichtet, rannte voll Wut hinaus, sah die Bescherung,
rannte zurueck und holte den Gemeindeammann, um vorlaeufig gegen den
Steinhaufen zu protestieren und den Fleck gerichtlich in Beschlag
nehmen zu lassen, und von diesem Tage an lagen die zwei Bauern im
Prozess miteinander und ruhten nicht, ehe sie beide zugrunde gerichtet
waren.

Die Gedanken der sonst so wohlweisen Maenner waren nun so kurz
geschnitten wie Haecksel; der beschraenkteste Rechtssinn von der Welt
erfuellte jeden von ihnen, indem keiner begreifen konnte noch wollte,
wie der andere so offenbar unrechtmaessig und unwillkuerlich den
fraglichen unbedeutenden Ackerzipfel an sich reissen koenne. Bei Manz
kam noch ein wunderbarer Sinn fuer Symmetrie und parallele Linien
hinzu, und er fuehlte sich wahrhaft gekraenkt durch den aberwitzigen
Eigensinn, mit welchem Marti auf dem Dasein des unsinnigsten und
mutwilligsten Schnoerkels beharrte. Beide aber trafen zusammen in der
UEberzeugung, dass der andere, den anderen so frech und plump
uebervorteilend, ihn notwendig fuer einen veraechtlichen Dummkopf
halten muesse, da man dergleichen etwa einem armen haltlosen Teufel,
nicht aber einem aufrechten, klugen und wehrhaften Manne gegenueber
sich erlauben koenne, und jeher sah sich in seiner wunderlichen Ehre
gekraenkt und gab sich rueckhaltlos der Leidenschaft des Streites und
dem daraus erfolgenden Verfalle hin, und ihr Leben glich fortan der
traeumerischen Qual zweier Verdammten, welche auf einem schmalen
Brette einen dunklen Strom hinabtreibend sich befehden, in die Luft
hauen und sich selber anpacken und vernichten, in der Meinung, sie
haetten ihr Unglueck gefasst. Da sie eine faule Sache hatten, so
gerieten beide in die allerschlimmsten Haende von Tausendkuenstlern,
welche ihre verdorbene Phantasie auftrieben zu ungeheuren Blasen, die
mit den nichtsnutzigsten Dingen angefuellt wurden. Vorzueglich waren
es die Spekulanten aus der Stadt Seldwyla, welchen dieser Handel ein
gefundenes Essen war, und bald hatte jeder der Streitenden einen
Anhang von Unterhaendlern, Zutraegern und Ratgebern hinter sich, die
alles bare Geld auf hundert Wegen abzuziehen wussten. Denn das
Fleckchen Erde mit dem Steinhaufen darueber, auf welchem bereits
wieder ein Wald von Nesseln und Disteln bluehte, war nur noch der
erste Keim oder der Grundstein einer verworrenen Geschichte und
Lebensweise, in welcher die zwei Fuenfzigjaehrigen noch neue
Gewohnheiten und Sitten, Grundsaetze und Hoffnungen annahmen, als sie
bisher geuebt. Je mehr Geld sie verloren, desto sehnsuechtiger
wuenschten sie welches zu haben, und je weniger sie besassen, desto
hartnaeckiger dachten sie reich zu werden und es dem andern
zuvorzutun. Sie liessen sich zu jedem Schwindel verleiten und setzten
auch jahraus, jahrein in alle fremden Lotterien, deren Lose massenhaft
in Seldwyla zirkulierten. Aber nie bekamen sie einen Taler Gewinn zu
Gesicht, sondern hoerten nur immer vom Gewinnen anderer Leute und wie
sie selbst beinahe gewonnen haetten, indessen diese Leidenschaft ein
regelmaessiger Geldabfluss fuer sie war. Bisweilen machten sich die
Seldwyler den Spass, beide Bauern, ohne ihr Wissen, am gleichen Lose
teilnehmen zu lassen, so dass beide die Hoffnung auf Unterdrueckung
und Vernichtung des andern auf ein und dasselbe Los setzten. Sie
brachten die Haelfte ihrer Zeit in der Stadt zu, wo jeder in einer
Spelunke sein Hauptquartier hatte, sich den Kopf heissmachen und zu
den laecherlichsten Ausgaben und einem elenden und ungeschickten
Schlemmen verleiten liess, bei welchem ihm heimlich doch selber das
Herz blutete, also dass beide, welche eigentlich nur in diesem Hader
lebten, um fuer keine Dummkoepfe zu gelten, nun solche von der besten
Sorte darstellten und von jedermann dafuer angesehen wurden. Die
andere Haelfte der Zeit lagen sie verdrossen zu Hause oder gingen
ihrer Arbeit nach, wobei sie dann durch ein tolles boeses Ueberhasten
und Antreiben das Versaeumte einzuholen suchten und damit jeden
ordentlichen und zuverlaessigen Arbeiter verscheuchten. So ging es
gewaltig rueckwaerts mit ihnen, und ehe zehn Jahre vorueber, steckten
sie beide von Grund aus in Schulden und standen wie die Stoerche auf
einem Beine auf der Schwelle ihrer Besitztuemer, von der jeder
Lufthauch sie herunterwehte. Aber wie es ihnen auch erging, der Hass
zwischen ihnen wurde taeglich groesser, da jeder den andern als den
Urheber seines Unsterns betrachtete, als seinen Erbfeind und ganz
unvernuenftigen Widersacher, den der Teufel absichtlich in die Welt
gesetzt habe, um ihn zu verderben. Sie spien aus, wenn sie sich nur
von weitem sahen; kein Glied ihres Hauses durfte mit Frau, Kind oder
Gesinde des andern ein Wort sprechen, bei Vermeidung der groebsten
Misshandlung. Ihre Weiber verhielten sich verschieden bei dieser
Verarmung und Verschlechterung des ganzen Wesens. Die Frau des Marti,
welche von guter Art war, hielt den Verfall nicht aus, haermte sich ab
und starb, ehe ihre Tochter vierzehn Jahre alt war. Die Frau des Manz
hingegen bequemte sich der veraenderten Lebensweise an, und um sich
als eine schlechte Genossin zu entfalten, hatte sie nichts zu tun, als
einigen weiblichen Fehlern, die ihr von jeher angehaftet, den Zuegel
schiessen zu lassen und dieselben zu Lastern auszubilden. Ihre
Naschhaftigkeit wurde zu wilder Begehrlichkeit, ihre Zungenfertigkeit
zu einem grundfalschen und verlogenen Schmeichel- und
Verleumdungewesen, mit welchem sie jeden Augenblick das Gegenteil von
dem sagte, was sie dachte, alles hintereinanderhetzte, und ihrem
eigenen Manne ein X fuer ein U vormachte; ihre urspruengliche
Offenheit, mit der sie sich der unschuldigeren Plauderei erfreut, ward
nun zur abgehaerteten Schamlosigkeit, mit der sie jenes falsche Wesen
betrieb, und so, statt unter ihrem Manne zu leiden, drehte sie ihm
eine Nase; wenn er es arg trieb, so machte sie es bunt, liess sich
nichts abgehen und gedieh zu der dicksten Bluete einer Vorsteherin des
zerfallenden Hauses. So war es nun schlimm bestellt um die armen
Kinder, welche weder eine gute Hoffnung fuer ihre Zukunft fassen
konnten, noch sich auch nur einer lieblich frohen Jugend erfreuten, da
ueberall nichts als Zank und Sorge war. Vrenchen hatte anscheinend
einen schlimmeren Stand als Sali, da seine Mutter tot und es einsam in
einem wuesten Hause der Tyrannei eines verwilderten Vaters
anheimgegeben war. Als es sechzehn Jahre zaehlte, war es schon ein
schlank gewachsenes, ziervolles Maedchen; seine dunkelbraunen Haare
ringelten sich unablaessig fast bis ueber die blitzenden braunen
Augen, dunkelrotes Blut durchschimmerte die Wangen des braeunlichen
Gesichtes und glaenzte als tiefer Purpur auf den frischen Lippen, wie
man es selten sah und was dem dunklen Kinde ein eigentuemliches
Ansehen und Kennzeichen gab. Feurige Lebenslust und Froehlichkeit
zitterte in jeder Fiber dieses Wesens; es lachte und war aufgelegt zu
Scherz und Spiel, wenn das Wetter nur im mindesten lieblich war, d. h.
wenn es nicht zu sehr gequaelt wurde und nicht zu viel Sorgen
ausstand. Diese plagten es aber haeufig genug; denn nicht nur hatte es
den Kummer und das wachsende Elend des Hauses mit zu tragen, sondern
es musste noch sich selber in acht nehmen und mochte sich gern
halbwegs ordentlich und reinlich kleiden, ohne dass der Vater ihm die
geringsten Mittel dazu geben wollte. So hatte Vrenchen die groesste
Not, ihre anmutige Person einigermassen auszustaffieren, sich ein
allerbescheidenstes Sonntagskleid zu erobern und einige bunte, fast
wertlose Halstuechelchen zusammenzuhalten. Darum war das schoene
wohlgemute junge Blut in jeder Weise gedemuetigt und gehemmt und
konnte am wenigsten der Hoffart anheimfallen. Ueberdies hatte es bei
schon erwachendem Verstande das Leiden und den Tod seiner Mutter
gesehen, und dies Andenken war ein weiterer Zuegel, der seinem
lustigen und feurigen Wesen angelegt war, so dass es nun hoechst
lieblich, unbedenklich und ruehrend sich ansah, wenn trotz alledem das
gute Kind bei jedem Sonnenblick sich ermunterte und zum Laecheln
bereit war. Sali erging es nicht so hart auf den ersten Anschein; denn
er war nun ein huebscher und kraeftiger junger Bursche, der sich zu
wehren wusste und dessen aeussere Haltung wenigstens eine schlechte
Behandlung von selbst unzulaessig machte. Er sah wohl die ueble
Wirtschaft seiner Eltern und glaubte sich erinnern zu koennen, dass es
einst nicht so gewesen; ja er bewahrte noch das fruehere Bild seines
Vaters wohl in seinem Gedaechtnisse als eines festen, klugen und
ruhigen Bauers, desselben Mannes, den er jetzt als einen grauen
Narren, Haendelfuehrer und Muessiggaenger vor sich sah, der mit Toben
und Prahlen auf hundert toerichten und verfaenglichen Wegen wandelte
und mit jeder Stunde rueckwaerts ruderte, wie ein Krebs. Wenn ihm nun
dies missfiel und ihn oft mit Scham und Kummer erfuellte, waehrend es
seiner Unerfahrenheit nicht klar war, wie die Dinge so gekommen, so
wurden seine Sorgen wieder betaeubt durch die Schmeichelei, mit der
ihn die Mutter behandelte. Denn um in ihrem Unwesen ungestoerter zu
sein und einen guten Parteigaenger zu haben, auch um ihrer Grosstuerei
zu genuegen, liess sie ihm zukommen, was er wuenschte, kleidete ihn
sauber und prahlerisch und unterstuetzte ihn in allem, was er zu
seinem Vergnuegen vornahm. Er liess sich dies gefallen ohne viel
Dankbarkeit, da ihm die Mutter viel zu viel dazu schwatzte und log;
und indem er so wenig Freude daran empfand, tat er laessig und
gedankenlos, was ihm gefiel, ohne dass dies jedoch etwas Uebles war,
weil er fuer jetzt noch unbeschaedigt war von dem Beispiele der Alten
und das jugendliche Beduerfnis fuehlte, im ganzen einfach, ruhig und
leidlich tuechtig zu sein. Er war ziemlich genau so, wie sein Vater in
diesem Alter gewesen war, und dieses floesste demselben eine
unwillkuerliche Achtung vor dem Sohne ein, in welchem er mit
verwirrtem Gewissen und gepeinigter Erinnerung seine eigene Jugend
achtete. Trotz dieser Freiheit, welche Sali genoss, ward er seines
Lebens doch nicht froh und fuehlte wohl, wie er nichts Rechtes vor
sich hatte und ebensowenig etwas Rechtes lernte, da von einem
zusammenhaengenden und vernunftgemaessen Arbeiten in Manzens Hause
laengst nicht mehr die Rede war. Sein bester Trost war daher, stolz
auf seine Unabhaengigkeit und einstweilige Unbescholtenheit zu sein,
und in diesem Stolze liess er die Tage trotzig verstreichen und wandte
die Augen von der Zukunft ab. Der einzige Zwang, dem er unterworfen,
war die Feindschaft seines Vaters gegen alles, was Marti hiess und an
diesen erinnerte. Doch wusste er nichts anderes, als dass Marti seinem
Vater Schaden zugefuegt und dass man in dessen Hause ebenso feindlich
gesinnt sei, und es fiel ihm daher nicht schwer, weder den Marti noch
seine Tochter anzusehen und seinerseits auch einen angehenden, doch
ziemlich zahmen Feind vorzustellen. Vrenchen hingegen, welches mehr
erdulden musste als Sali und in seinem Hause viel verlassener war,
fuehlte sich weniger zu einer foermlichen Feindschaft aufgelegt und
glaubte sich nur verachtet von dem wohlgekleideten und scheinbar
gluecklicheren Sali; deshalb verbarg sie sich vor ihm, und wenn er
irgendwo nur in der Naehe war, so entfernte sie sich eilig, ohne dass
er sich die Muehe gab, ihr nachzublicken. So kam es, dass er das
Maedchen schon seit ein paar Jahren nicht mehr in der Naehe gesehen
und gar nicht wusste, wie es aussah, seit es herangewachsen. Und doch
wunderte es ihn zuweilen ganz gewaltig, und wenn ueberhaupt von den
Martis gesprochen wurde, so dachte er unwillkuerlich nur an die
Tochter, deren jetziges Aussehen ihm nicht deutlich und deren Andenken
ihm gar nicht verhasst war.

Pages:
1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21
Copyright (c) 2007. topboookz.com. All rights reserved.